15 Jul
Buschi wurde mit dem Down-Syndrom geboren. Für Abenteuer ist in seinem Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schließt sich der junge Mann einer japanischen Reisegruppe an. Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip beginnt die behutsame Freundschaft zwischen Buschi und Hideo Kitamura. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf.
Mit feinem Humor und magischer Poesie feiert der Film die kleinen Momente des Alltags, erzählt zugleich von der großen Sehnsucht nach der Ferne, vom Ankommen und sich zu Hause fühlen. Ein Werk voller Zärtlichkeit und Leichtigkeit, das mit seinen Figuren mitten ins Herz trifft.
Als Stefan Busch, genannt Buschi, steht der Bremer Schauspieler Aladdin Detlefsen zum ersten Mal in einer Kino-Hauptrolle vor der Kamera.
22 Jul
„Der verlorene Mann“ erzählt eine leise, aber tief berührende Geschichte über Liebe, Verantwortung und das fragile Gleichgewicht langjähriger Beziehungen. Die Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) lebt mit ihrem Ehemann Bernd (August Zirner), einem pensionierten Pfarrer, zurückgezogen in ländlicher Idylle. Die Ehe ist vertraut, ruhig – vielleicht ein wenig festgefahren. Dieses Gleichgewicht gerät abrupt ins Wanken, als plötzlich Hannes Ex-Mann Kurt (Harald Krassnitzer) vor der Tür steht. Aufgrund seiner Alzheimer-Erkrankung glaubt er, noch immer mit Hanne verheiratet zu sein, und hat die Scheidung vor zwanzig Jahren vollständig vergessen. Aus Mitgefühl nehmen Hanne und Bernd Kurt vorübergehend bei sich auf. Was zunächst als pragmatische Lösung beginnt, entwickelt sich zu einem emotional aufgeladenen Dreiecksverhältnis. Alte Gefühle brechen auf, neue Nähe entsteht – und gleichzeitig wächst die Überforderung. Während sich Hanne zwischen Fürsorge und Loyalität zerreibt, fühlt sich Bernd zunehmend an den Rand gedrängt. Je weiter Kurts Krankheit fortschreitet, desto deutlicher wird: Diese ungewöhnliche Konstellation fordert von allen Beteiligten Entscheidungen, die ihr Leben dauerhaft verändern könnten.
Mit „Der verlorene Mann“ legt Regisseur Welf Reinhart sein Spielfilmdebüt vor. Reinhart ließ sich zum Demenzbegleiter ausbilden und arbeitete eng mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zusammen.
29 Jul
George Hardy (Hugh Jackman) ist ein Schäfer, der seine Tiere über alles liebt. Anstatt sie zu schlachten, zieht er sie nur wegen ihrer Wolle groß und liest ihnen jeden Abend Krimis vor – in dem festen Glauben, die Schafe könnten ihn ohnehin nicht verstehen. Doch genau das tun sie. Nach jeder Geschichte diskutiert die Herde leidenschaftlich über Motive, Spuren und Täterbilder. Als George eines Morgens tot aufgefunden wird, sind sich die Schafe sofort sicher: Das war Mord. Während der unbeholfene Dorfpolizist Tim Derry (Nicholas Braun) kaum Erfahrung mit echten Verbrechen hat, beschließt die Herde, ihre eigenen Ermittlungen zu starten – und zum ersten Mal ihr sicheres Weideland zu verlassen. Auf ihrem Weg durch die menschliche Welt müssen die Schafe feststellen, dass diese deutlich chaotischer und gefährlicher ist, als gedacht. Doch ihr kriminalistischer Eifer wächst mit jeder neuen Spur. Je weiter ihre Recherchen voranschreiten, desto deutlicher wird, dass Georges Tod mit Geheimnissen im Dorf zusammenhängt, die niemand aussprechen will.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Leonie Swann.