06 Mai
Am Abend des 7. Oktober 1989. Mitten auf einer Müllkippe wird Gerat Lauter (Frank Stieren) zusammengeschlagen und mit dem Kopf in ätzende Lauge gedrückt.
Während die Ärzte im Krankenhaus um das Augenlicht des 17-Jährigen kämpfen, erinnert sich Gerat an die Zeit davor. Schon als Schüler gibt es für ihn nichts Wichtigeres als die Wahrheit zu sagen, auch wenn er dadurch seinen Traumjob nicht bekommt. Kein Wunder, dass es nicht nur zwischen ihm und seinen Eltern (Winfried Glatzeder und Elisabeth Richter) Spannungen gibt. Aber Gerat will sich unter keinen Umständen den Zwängen der Gesellschaft anpassen. Er hält es zu Hause nicht mehr aus, bricht mit seinem Vater und findet Hilfe und Verständnis bei seiner Lehrerin Claudia (Dagmar Manzel). Zwischen den Beiden entsteht eine Romanze. Doch auch Claudia hat Angst vor zu viel Ehrlichkeit und Veränderung und bricht letztendlich den Kontakt ab. Gerat hat mittlerweile Arbeit auf einer Mülldeponie gefunden. Aber auch hier eckt er wieder mit seiner unerschütterlichen Moral an. Während sich seine Kollegen mit dem illegalen Weiterverkauf von Altmetall und Sperrmüll etwas dazu verdienen, bleibt Gerat ehrlich. Da taucht Claudia plötzlich auf der Kippe auf, mit Neuigkeiten, die sein Weltbild ins Schwanken bringen.
TANZ AUF DER KIPPE entstand nach dem Roman „Augenoperation“ des Schriftstellers Jurij Koch. Bereits 1989 verfilmte Jürgen Brauer mit „Sehnsucht“ eine Novelle des sorbischen Autors. Regisseur Jürgen Brauer erinnerte sich in einem Zeitzeugengespräch mit der DEFA-Stiftung, dass das Drehbuch von TANZ AUF DER KIPPE ein Jahr vor der Wende nicht zur Verfilmung freigegeben wurde. Erst nach dem Mauerfall konnte das Projekt realisiert werden. Die Einbindung der politischen Ereignisse der Vorwendezeit in das Skript erfolgte nachträglich.
13 Mai
Nach Jahren der Entfremdung kehren mittlerweile erwachsene Geschwister in ihr Elternhaus zurück, um ungeklärte Spannungen untereinander aufzulösen und sich mit ihren emotional distanzierten Eltern auseinanderzusetzen. Dieses Wiedersehen zwingt die Familie, alte Wunden wieder aufzureißen und ihre Beziehungen neu zu bewerten.
Dabei verfolgen wir drei Familien, erzählt in drei Abschnitten: In "Father" machen sich die Geschwister Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) auf den Weg, um ihren exzentrischen Vater (Tom Waits) zu besuchen. Der zweite Teil "Mother" führt nach Dublin zur unterkühlten britischen Autorin (Charlotte Rampling), deren Töchter Timothea (Cate Blanchett), nur "Tim" genannt, und Lilith (Vicky Krieps) eigens in die Stadt gezogen sind, um näher bei ihr zu sein – sich aber dennoch nur einmal im Jahr zum Tee einfinden. Im finalen Kapitel "Sister Brother" begegnen wir Skye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) in Paris, die nach dem Tod der Eltern gemeinsam die Wohnung leer räumen.
Der vielfach preisgekrönte US-amerikanische Filmemacher Jim Jarmusch ist mit Werken wie „Only Lovers Left Alive“ und „Paterson“ für seine einfühlsamen Charakterstudien und seine ruhige Erzählweise bekannt. Mit „Father, Mother, Sister, Brother“ inszeniert Jarmusch sein eigenes Drehbuch und verspricht, eine leise, humorvolle und zugleich traurige Familiengeschichte auf die Leinwand zu bringen. Die Dreharbeiten fanden in New Jersey, Dublin und Paris statt und wurden Anfang 2024 abgeschlossen.
20 Mai
Der mürrische Witwer Walter (Heiner Lauterbach) lebt zurückgezogen mit seinem Hund in der malerischen Stadt Regensburg. Seine Tage verbringt er damit, als anonymer Restaurantkritiker im Internet zu agieren, wobei er sich gerne in negativen Bewertungen ergeht. Diese einsame Routine wird abrupt unterbrochen, als er zufällig auf seine alte Jugendliebe Alice (Iris Berben) trifft. Alice ist mittlerweile eine angesehene Kunstprofessorin und bringt frischen Wind in Walters eintönigen Alltag. Die Begegnung erinnert Walter an den gescheiterten Heiratsantrag vor 40 Jahren und entfacht in ihm eine längst vergessene Leidenschaft. Sein Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als er beschließt, sich erneut um Alice zu bemühen. Er schreibt sich als Gaststudent in ihr Seminar ein, doch was ihn dort erwartet, übersteigt seine Erwartungen.
„Ein fast perfekter Antrag“ ist eine herzerwärmende romantische Komödie aus Deutschland. Unter der Regie von Marc Rothemund, bekannt für Filme wie „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (2005), entführt der Film das Publikum in eine Geschichte über späte Lebensfreuden und die zweite Chance auf Liebe. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Richard Kropf, der für seine präzise und einfühlsame Charakterzeichnung geschätzt wird.
23 Mai
Am Pfingst-Samstag gastiert noch einmal The Lords, die dienstälteste Rockband der Musikgeschichte bei uns im Kamp-Theater!
Nach Veröffentlichung des neuen Tonträgers "Novum Nexus" wird das Konzert wieder gespickt sein mit den Hit-Klassikern der Band wie zum Beispiel "Poor Boy", "Shakin All Over" oder "Gloryland". Diese Klassiker finden ihren Platz im aktuellen Programm der Band zusammen mit den neuen Hits wie beispielsweise "If You Ain't Got Love" oder "What Are We Waiting For".
Einlass ab 19:00 Uhr, freie Platzwahl
Karten ab sofort im Kamp-Theater-Restaurant, in der Tourist-Info Bad Doberan und auf eventim-light.com https://www.eventim-light.com/de/a/6514581cb4e22562c6ace17c
27 Mai
In einem Land, in dem die Ausbildung von Mädchen als rebellisch angesehen wird, wagt es eine visionäre Frau, jungen Menschen das Träumen zu lehren. Als ihre Methode weltweit Aufmerksamkeit erregt, weckt ihr Erfolg Hoffnung – und Widerstand. Während Drohungen laut werden und Menschen um ihr Leben fürchten müssen, entfachen ihr Mut und Entschlossenheit eine Bewegung, die die Welt für immer verändern könnte.
„Die Schule des Mutes – Rule Breakers“ erzählt die Geschichte junger Frauen in Afghanistan, die entgegen aller Widerstände ihren Platz in der digitalen Welt erkämpfen. Im Zentrum steht Roya Mahboob, die eine IT-Schule gründet, um Mädchen Zugang zu Bildung, Technologie und einer freien Zukunft zu ermöglichen – in einem Umfeld, in dem Mut zur überlebenswichtigen Ressource wird.
Der Film zeigt kraftvolle weibliche Vorbilder, die Grenzen sprengen, gesellschaftliche Regeln hinterfragen und eine neue Generation inspirieren. Authentisch, emotional und voller Hoffnung veranschaulicht das Drama, wie aus Angst Mut entstehen kann – und aus Mut Veränderung.
Basierend auf der inspirierenden Lebensgeschichte der afghanischen Tech-Unternehmerin Roya Mahboob.